Beckenkippung, Hohlkreuz und Rückenschmerzen. Wer schon einmal unsere Videosektion genau angeschaut hat, konnte sicher feststellen, dass bei vielen Übungen die Worte „Bauch und Gesäß fest anspannen“ immer wieder auftauchen. Aber warum legen wir so einen großen Wert darauf? Der Grund heißt „Beckenkippung nach vorne“ (anterior pelvic tilt) – die wir in diesem Fall vermeiden wollen.

Da das Becken über das sog. Kreuzbein direkt mit der Wirbelsäule verbunden ist, wirkt sich die Stellung des Beckens auch auf die Stellung der Wirbelsäule aus.

Bei einem stark nach vorne gekippten Becken ist eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule (“Hohlkreuz”) die Folge, wodurch ein erhöhter Stress auf den Wirbeln des unteren Rückens entsteht.

Fehlstellungen des Beckens entstehen häufig durch muskuläre Ungleichgewichte. So wird z. B. durch eine abgeschwächte Bauch- und Gesäßmuskulatur (Gluteus maximus) das Becken verstärkt nach vorne gekippt, was eine Hohlkreuzbildung zur Folge hat. Eine verkürzte Hüftbeuge- (u.a. Iliopsoas) und Rückenstreckmuskulatur (Erector spinae) können die Folge aus dieser Fehlstellung sein. Die Ursachen für eine Beckenkippung nach vorne können unter anderem sein:

  • zu langes Sitzen
  • Tragen von Schuhen mit hohem Absatz
  • Übergewicht / Schwangerschaft
  • Unausgewogene Trainingsprogramme

Eine ausreichend gekräftigte Bauch- und Gesäßmuskulatur sowie eine ausreichend gedehnte Hüftbeugemuskulatur verhindern eine zu starke Beckenkippung nach vorne. Aus diesem Grund empfehlen wir folgende Übungen:

Am Ende sei noch gesagt: die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Wir wollen lediglich die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Möglichkeiten lenken.

 

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